Ob eine Weihnachtsfeier als gelungener Abend in Erinnerung bleibt, entscheidet sich selten am Menü. Viel häufiger entscheidet es die Musik, denn sie prägt, wie sich jede Phase des Abends anfühlt, vom ersten Glas beim Empfang bis zum letzten Song auf der Tanzfläche.
Gute Eventmusik folgt dabei einem Bogen. Sie hält sich zurück, solange Gespräche und Reden im Mittelpunkt stehen, und übernimmt die Führung, wenn gefeiert werden soll. Wer diesen Bogen bei der Planung mitdenkt, verhindert das häufigste Problem von Firmenfeiern, nämlich den Bruch zwischen einem ruhigen Essen und einer Party, die danach nicht in Gang kommt.
In diesem Artikel gehen wir die vier Phasen einer typischen Weihnachtsfeier durch und zeigen, welche Musik in welcher Phase funktioniert, wann eine Playlist genügt, wo ein DJ oder eine Liveband den Unterschied macht und wie Sie eine Band so briefen, dass der Abend Ihrem Plan folgt.
Der Empfang
Beim Empfang kommen Ihre Gäste an, suchen bekannte Gesichter und führen die ersten Gespräche. Die Musik hat in dieser Phase eine dienende Rolle. Sie füllt den Raum, nimmt der Ankunftssituation die Steifheit und darf dabei nie so laut sein, dass man sich zum Reden zusammenbeugen muss.
Gut funktionieren ruhige, instrumentale oder dezent gesungene Titel in gleichmäßiger Lautstärke. Eine sorgfältig zusammengestellte Playlist reicht für diese halbe Stunde oft aus. Wer schon hier ein Zeichen setzen möchte, lässt eine kleine akustische Besetzung spielen, denn Live-Musiker im Raum signalisieren vom ersten Moment an, dass dieser Abend kein gewöhnlicher wird.
Das Dinner
Beim Dinner gilt eine einfache Regel. Die Musik gehört in den Hintergrund, und zwar so weit, dass sich Ihre Gäste über den Tisch hinweg unterhalten können, ohne die Stimme zu heben. Reden und Ehrungen brauchen darüber hinaus völlige Ruhe, weshalb ihre Zeitpunkte vorher feststehen sollten.
Musikalisch passen jazzige und akustische Arrangements, ruhige Soul-Titel und zurückhaltende Versionen bekannter Songs. Eine Band, die diese Phase ernst nimmt, spielt bewusst kleiner. Bei uns übernimmt das auf Wunsch das Lounge-Trio mit Gesang, Gitarre oder Keys und Percussion, das mit minimaler Technik auskommt.
Der Übergang
Der Übergang vom Dinner zur Party ist der heikelste Moment des Abends und wird am häufigsten unterschätzt. Wenn nach dem Dessert nichts passiert, versacken die Tische, die ersten Gäste verabschieden sich, und die Party beginnt später vor halb leerem Saal.
Planen Sie deshalb ein klares Signal. Das kann die kurze Ansprache der Geschäftsführung sein, ein gemeinsamer Programmpunkt oder der Moment, in dem die volle Band die Bühne betritt und mit dem ersten lauten Song das Licht wechselt. Entscheidend ist, dass der Wechsel gewollt wirkt und nicht zufällig passiert. Besprechen Sie den Zeitpunkt vorab mit Ihrer Band oder Ihrem DJ, denn erfahrene Musiker steuern diesen Moment aktiv, statt darauf zu warten.
Die Party
Auf der Tanzfläche einer Weihnachtsfeier stehen drei Generationen gleichzeitig, vom Azubi bis zur Geschäftsleitung. Das Programm muss deshalb breit sein und trotzdem einen roten Faden behalten. Bewährt hat sich der Einstieg über Songs, die alle kennen, bevor später aktuellere Titel folgen.
Funk- und Soul-Klassiker leisten hier verlässliche Arbeit, weil sie über Altersgrenzen hinweg funktionieren. Titel wie „September“ von Earth, Wind & Fire oder „Superstition“ von Stevie Wonder holen auch die Kollegen auf die Fläche, die eigentlich nur zuschauen wollten, und mit einer echten Bläsersektion aus Trompete, Saxophon und Posaune entfalten diese Songs eine Wucht, die keine Konserve liefert.
Danach darf das Programm breiter werden, mit Pop-Titeln wie „Uptown Funk“ oder „Can’t Stop The Feeling“, Rock-Klassikern wie „Don’t Stop Me Now“ und aktuellen Charts. Alle genannten Titel stehen in unserem Repertoire, viele davon in eigenen Bläserarrangements, von denen wir inzwischen über hundert geschrieben haben.
Playlist, DJ oder Liveband
Welche Form von Musik die richtige ist, hängt von der Rolle ab, die der Abend für Ihr Unternehmen spielt. Eine Playlist ist für den Empfang völlig legitim, für die Party ist sie riskant, weil niemand auf den Raum reagiert, wenn die Tanzfläche leer bleibt.
Ein DJ ist die flexible Mittellösung. Er spielt ohne Pausen durch, passt sich schnell an und braucht wenig Platz. Eine Liveband macht aus der Feier dagegen einen eigenen Programmpunkt, denn Ihre Gäste erleben gemeinsam, wie Musik in diesem Moment entsteht. Gerade bei einer Weihnachtsfeier, die auch ein Dankeschön an das Team ist, zahlt genau dieses Erlebnis auf den Abend ein.
Die Optionen schließen sich nicht aus. Bei uns lässt sich ein DJ zu jeder Besetzung dazubuchen. Er überspielt die Umbaupausen und übernimmt die späten Stunden, wenn die Band ihr letztes Set gespielt hat, während die Band die Kernstunden des Abends trägt.
So briefen Sie eine Band
Eine gute Band macht aus einem klaren Briefing einen besseren Abend. Je genauer Sie die folgenden Punkte vorab klären, desto reibungsloser fügt sich die Musik in Ihren Ablauf.
- Der Ablauf mit Uhrzeiten, inklusive Reden, Ehrungen und weiterer Programmpunkte, damit die Band ihre Sets darum herum plant.
- Ihr Publikum, also Altersspanne, ungefähre Gästezahl und ob internationale Kolleginnen und Kollegen dabei sind.
- Wunschsongs und eine No-Go-Liste, denn was auf keinen Fall laufen soll, ist genauso wichtig wie das, was laufen soll.
- Die Eckdaten der Location, von Raumgröße und Bühne bis zu Strom und vorhandener Technik.
- Das Zeitfenster für Aufbau und Soundcheck, abgestimmt mit der Location.
- Eine Ansprechperson am Abend, die kurzfristige Entscheidungen treffen kann.
Ein letzter Hinweis zur Planung. Die Wochenenden im Advent sind bei Bands wie bei Locations früh vergeben, und wer schon im Sommer anfragt, hat die volle Auswahl. Wir stehen seit 2002 auf Firmenevents in ganz Deutschland auf der Bühne, haben in dieser Zeit über 500 Events gespielt, und der Dezember ist Jahr für Jahr der dichteste Monat im Kalender.
